und man innerlich trotzdem nicht wirklich da ist.
Irgendwann bin ich auf ein Ayurveda-Retreat gefahren.
Nicht mit einem großen Plan. Eher weil ich gespürt hatte, dass ich eine Pause brauchte auch wenn ich mir das so direkt damals vielleicht nicht eingestanden hätte.
Bei der ersten Massage bin ich in Tränen ausgebrochen.
Nicht weil etwas Schlimmes passiert wäre. Sondern weil sich endlich jemand um mich gekümmert hat. Weil ich nichts leisten musste. Weil ich loslassen durfte, ohne dass das ein Zeichen von Schwäche gewesen wäre.
Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment. Und an die Frage, die in mir auftauchte:
Wann habe ich das zuletzt gespürt?
Das war der Anfang von etwas. Nicht von einem neuen Plan. Sondern von einem ehrlicheren Umgang mit dem, was in mir wirklich los war.
Ich arbeitete damals als Assistenz der Geschäftsleitung, eine Stelle, die ich gut ausfüllte, aber die mich innerlich schon lange nicht mehr wirklich erreichte. Als mir angeboten wurde, zusätzlich eine zweite Position zu übernehmen, habe ich nicht gezögert. Es sollte fünfzig-fünfzig sein. Und ich war einfach froh, endlich wieder etwas vor mir zu haben, das mich wirklich forderte.
Was ich nicht vorausgesehen hatte: Beide Stellen wollten mich ganz.
Ich habe die Woche durchgetragen mit allem, was ich hatte. Und wenn das Wochenende kam, war da nichts mehr. Kein Antrieb, kein Leichtsein, keine Verbindung zu mir selbst. Ich saß auf der Couch und war froh, dass niemand etwas von mir wollte.
Nach außen sah mein Leben geordnet aus. Innen hatte ich aufgehört, mich selbst zu spüren.
Nach dem Retreat habe ich angefangen, energetisch zu arbeiten – an meinen Glaubenssätzen, an meinen Mustern, an der Frage, warum ich immer wieder so handle, wie ich handle.
Ich habe gelernt, mich von Fremdenergien zu lösen. Ich habe verstanden, warum ich so lange über meine eigenen Grenzen gegangen bin. Und ich habe erfahren, wie Veränderung sich anfühlt, die nicht im Kopf beginnt, sondern im Körper.
Nicht über noch mehr Verstehen. Sondern über ehrliches Spüren